Vorschau Unterhaltungskonzert vom 21. März 2020

„Eviva España“ lautet das Motto des diesjährigen Unterhaltungskonzertes, das die Musikgesellschaft Allmendingen/Thun unter der Leitung von Martin Schranz, für Euch einstudiert hat.

Von traditionellen spanischen Märschen, bis hin zu klassischer Spanischer Literatur bietet Ihnen das Programm viel Abwechslung und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Sie hören unter anderem das bekannte spanische Stück „España Cañi“. Der Paso Doble wurde 1923 von Pascual Marquina geschrieben.

„Tango“ hat der Schreiber des Stückes, Isaac Albéniz, einer jungen Frau gewidmet und wird Ihnen durch ein Solo Saxophon der Musikgesellschaft Allmendingen/Thun vorgetragen.

„Cassiopeia“ war die Gattin von Cepheus, dem äthiopischen König von Joppa (dem heutigen Jaffa in Israel) und die Mutter von Andromeda. Die Königin war nicht nur sehr schön, sondern auch sehr eitel. Die Geschichte ihrer extremen Eitelkeit und wie diese großes Unglück verursachte, verbindet man mit der Sternenkonstellation Andromeda. Ein schönes sinfonisches Gedicht.

Wie jedes Jahr hören Sie auch die Rhythmischen Klänge der Tambouren der Musikgesellschaft Allmendingen/Thun, unter der Leitung von Bernhard Rohrer. Ich bin mir sicher, Sie werden auch von diesen Vorträgen begeistert sein.

Sie können sich schon jetzt auf einen abwechslungsreichen, kurzweiligen Abend freuen.

Olé!

Erika Zimmermann


Adventskonzert 1. Dezember 2019

Traditionell am 1. Advent lud die Musikgesellschaft Allmendingen/Thun zum jährlichen Adventskonzert ein. In einer schön geschmückten Mehrzweckhalle eröffnete die MGA das Konzert mit dem Stück Fanfare for a Hero, welches im Rahmen des Festivals „Traunvierteltakt“ in Oberösterreich durch Fritz Neuböck komponiert wurde.
Mit der Italian Polka von Sergei Rachmaninoff präsentierte die MGA spielerische Melodien, von denen sich der russische Komponist während einer Italienreise rund um die 1900er-Jahre inspirieren liess. Weiter ging die musikalische Reise in das irische Dorf Tullamore, einem Dorf in einem Land, welches bekannt ist für seine wunderschönen Landschaften, seine irische Folk Music und gut gereiften Whiskey. Der niederländische Komponist Carl Wittrock spiegelt im Werk Lord Tullamore seinen ganz persönlichen Blick auf die irische Folk Music.
Ein absolutes Meisterstück im Genre spielte die MGA mit dem St. Thomas Choral von Pavel Stanek. Dieser sehr anspruchsvolle Choral schöpft seine harmonische Struktur aus der Barockzeit. Das Stück steht wegen seinem musikalischen Ausdruck und seiner dynamischen Steigerungskraft sinnbildlich für das Schaffen von Pavel Stanek.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden mit Selections from Snow White ein erstes Mal in ihre Kindheit zurückversetzt. Die unvergesslichen Melodien aus dem Disneywerk Schneewittchen und die sieben Zwerge sind bei Jung und Alt bestens bekannt. Die MGA spielte ein Arrangement von Hiroki Takahashi der Originalmelodien von Frank Churchill. Der 1937 veröffentlichte Film war der erste vollständige Animationsfilm aus dem Hause Disney und spielte bis 1940 mehr Geld in die Kinokassen als irgendein anderer Film zuvor.
Die MGA entführte das Publikum mit dem Stück But for the Love of Ireland von James Swearingen nochmals zurück in irische Melodiesphären, bevor sie sich den besonders weihnachtlichen Melodien der Overture to a Winter Festival von James Curnow widmete. Das Stück weckte – passend zum ersten Advent – die vorweihnachtliche Stimmung im ganzen Publikum mit Melodien von allseits bekannten Weihnachtsliedern.
Ein ganz besonderes Löffelchen voll Zucker hatte die MGA zum Abschluss des Adventskonzerts bereit. Sie gab die Filmmelodien aus einer weiteren berühmten Geschichte aus dem Hause Disney zum Besten. Der Geschichte von Jane und Michael Banks, welche im Jahre 1910 in London am Kirschbaumweg Nr. 17 wohnten. Ihre Mutter war überzeugte Frauenrechtlerin und ihr Vater George arbeitete in einer Bank. Etliche Kindermädchen hatten ihre liebe Mühe mit den beiden Kindern, bis schliesslich ein ganz besonderes Kindermädchen auftauchte. Die Melodien von Mary Poppins, komponiert von den Gebrüdern Richard und Robert Sherman im Arrangement von Alfred Reed, bildeten einen wundervollen Abschluss des Adventskonzerts.


Herbstkonzert 20.10.2019

Kein Geburi-Ständli mehr?

Die Idee, dem traditionellen Geburi-Ständli einen gebührenden neuen Namen zu geben, ist gelungen. Am Sonntag, 20. Oktober 2019 lud die MGA um punkt 16 Uhr zum Herbstkonzert in der Mehrzweckhalle Allmendingen ein. Wir wurden von den zahlreichen Konzertbesuchern völlig überrascht, durften wir doch zusätzliche Stühle und Tische für die Musikbegeisterten aufstellen.

Es war an einem wunderschönen Herbsttag, die Jahreszeit zeigte sich in ihren schönsten, warmen, klaren Farbtönen, so abwechslungsreich präsentierte sich auch die MGA mit ihren verschiedenen, speziell für das Herbstkonzert einstudierten Musikstücken. Einen weiteren Farbtupfer brachte Karin van der Heijden mit ihren informativen und freudigen Ansagen ins Konzert ein.

Mit Blumen und Glückwünschen wurden zwei Jubilare geehrt: mit 95 Lenzen Bruni Albert und mit 90 Lenzen Schneider Walter – beide strahlten förmlich um die Wette mit ihrer Vitalität und ihren kurzen Geschichten/Episoden aus der aktiven MGA-Zeit.

Traditionell wurde das gelungene Konzert mit Warm- und Kaltgetränken sowie verschiedenartigem Selbstgebackenem abgerundet. Es ist immer wieder ein freudiges Treffen/Austauschen zwischen Jung und Alt mit Freude an der Musik. Wir erhielten tolle und lobende Rückmeldungen von der begeisterten Zuhörerschar zwischen Kaffee und Kuchen.


Ausschiesset 2019

Auch dieses Jahr nahmen die drei Thuner Blasmusikvereine (Musikgesellschaft Allmendingen/Thun, Feldmusik Strättligen und Musikverein Thun) gemeinsam am traditionellen Ausschiessetumzug teil. Unter der Leitung von André Müller (Musikverein Thun) trafen wir uns vorgängig dreimal zu einem «Abendspaziergang» auf der Thuner Allmend.

Am Sonntag, 22. September war es dann so weit. Ungefähr 70 Musikanten/innen standen bereit zum Abmarschieren. Alle warteten gespannt auf den Böllerschuss der Kadetten, der als Startschuss für den Umzug gilt. Mit 5 Minuten Verspätung war es dann um 12:35 Uhr endlich so weit. Die Kadetten eröffneten mit den 64 Fulehüngli die für die Thuner drei schönsten Tage. Ebenso nahmen am Umzug die Cliffhangers und die Thuner Schützengesellschaften teil. Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Menschen, gross und klein, jung und alt im Bälliz oder in der Hauptgasse stehen und dem Umzug zusehen. Die Route führte wie immer von der Scheibenstrasse via Bälliz – Hauptgasse – Marktgasse – auf den Rathausplatz. Als Märsche erklangen «Bärner Musikanten», «In Harmonie vereint» sowie der «Musketier-Marsch».

Aufgrund des warmen Wetters waren alle froh, das beim Rathaus bereitstehende Getränk zu fassen. Anschliessend warteten wir auf unseren Auftritt auf der Rathausplatzbühne. Vor uns spielten zuerst die Kadettenmusik, die Tambouren der Kadetten sowie die Tambouren der drei Thuner Vereine. Mit dem für das Bernische Kantonal-Musikfest in Thun von Mario Bürki komponierten Stück «Lake Side Festival» präsentierten wir uns vor dem zahlreichen Thuner Publikum. Anschliessend zeigten noch die Cliffhangers ihr Können und zum Schluss spielten wir alle gemeinsam noch den traditionellen Berner Marsch. Am Abend trafen sich dann noch einige Allmendinger zum Mega-Zapfenstreich.

Am Montagabend stand uns schliesslich ein weiterer Auftritt bevor. Nach der traditionellen Kranzverteilung der Schützen im Expoareal führten die Thuner Musikgesellschaften – wiederum in gemeinsamer Formation – die Schützen, begleitet durch den Fulehung, zurück in die Stadt. Nach diesem Umzug war auch für die MGA «Ende Feuer» beziehungsweise der Beginn der verdienten Herbstferien.

Sandra + Markus Gilgen


Konzert zum Advent 2018

Mit imposanten Eröffnungsmelodien aus dem Stück „Toward the Bright Future“ vom japanischen Komponisten Naoya Wada eröffnete die Musikgesellschaft Allmendingen/Thun das traditionelle Adventskonzert. Nachdem der Präsident die Gäste offiziell begrüsste, führte erstmalig Bernhard Rohrer die Zuhörerinnen und Zuhörer durch das Konzertprogramm. Besonders auffallend war der Weihnachtsbaum neben der Bühne, welcher das Bild einer liebevoll dekorierten Mehrzweckhalle abrundete.

Geografisch verweilte die MGA noch für ein weiteres Stück in Japan. „Song for Sakiko“ hiess das nächste Werk, welches der belgische Komponist Bert Appermont während seines Aufenthalts in Tokio komponierte. „Sakiko“ bedeutet sinngemäss übersetzt „Kinde der Blume“, was in der japanischen Sprache eine verträumte, poetische Stimmung beschreibt. Wer beim Lauschen der Melodien die Augen verschloss, fand sich auf einmal in einem japanischen Garten wieder. Gemeinsam mit den Melodien wurden auch die Blumen am Wegrand immer grösser und imposanter, je weiter man über den mit Kieselsteinen bedeckten Weg in den Garten hineinspazierte. Am Ende fand man sich auf einer Parkbank sitzend wieder, wo man beobachten konnte, wie die Wellen auf dem kleinen Teich langsam verschwinden – fast wie die Melodien aus den Instrumenten der Musizierenden ausklangen.

Ein weiterer Höhepunkt setzte Nadine Carrier mit ihrem Saxophon-Solo im Stück „Serenade for Saxophone“, welches vom tasmanischen Komponisten Trevor J. Ford geschrieben wurde.

Ein in der Geschichte der Blasmusik äusserst relevantes Werk ist die im Jahre 1878 durch Gustav Holst komponierte „First Suite in Es / op. 28“. Sie gilt bis heute als erstes weitläufig bekanntes Werk für Blasorchester-Besetzungen, wenn auch diese Besetzungsform zunächst von den sogenannt seriösen Komponisten ignoriert wurde. Die „First Suite in Es / op. 28“ gilt ausserdem als besonders ideenreich. Die MGA präsentierte alle drei Sätze; im ersten Satz war eine Bassmelodie mit 15 spielerisch-melodiösen Variationen zu hören, der zweite Satz war ein lockerleichtes Intermezzo und der dritte Satz ein fröhlicher Marsch mit Openair-Charakter.

Geschichtlich nicht minder interessant war das darauffolgende, von Jan de Haan arrangierte Stück „Consolation“. Das Stück ist zurückzuführen auf das Lied „Wer nur den Gott lässt walten“ (später Trostlied genannt) von Georg Neumark aus dem 17. Jahrhundert. Die Melodien aus diesem Lied wurden unter anderem von Johann Sebastian Bach zehn Mal in dessen Werken verwendet und sind heute aus Kirchenliedern sehr bekannt. Das Trostlied (engl. Consolation Song) verarbeitete Jan de Haan zu seinem Arrangement „Consolation“, dessen bekannte Melodie die MGA wunderbar vortrug.

Mit den Taktwechseln im ersten Teil aus „Aurora Borealis“ von Rossano Galante präsentierte die MGA dem Publikum die sich in ständiger Bewegung befindenden Nordlichter. Im zweiten, eher ruhigeren und lyrischen Teil des Stücks brachte die MGA die schöne und geheimnisvolle Seite der Nordlichter zum Ausdruck.

Mit der „Alpenländischen Weihnacht“ rundete die MGA das traditionelle Adventskonzert ab. Die Melodien aus fünf verschiedenen Weihnachtsliedern verbindet das Arrangement von Thomas Doss. Die MGA rief in uns mit diesen einfachen und zugleich wunderschönen Melodien den Zauber der Weihnacht aus den Kindheitstagen in Erinnerung. Genauso selbstverständlich wie diese Erinnerungen gehören auch die im Arrangement enthaltenen Weihnachtslieder wie z. B. „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu den schönsten Weihnachtsliedern in unseren Längen- und Breitengraden.

Bernhard Rohrer