Konzert zum Advent

Mit Winchester Chronicles von James Swearingen eröffnete die Jugendmusik Steffisburg mit ihrem Dirigenten Roland Bärtschi am Sonntag, 4. Dezember 2016 das Konzert zum Advent. Nach diesem aufgestellten und klangvollen Stück ging es weiter mit einer sehr emotionalen Komposition, welche die Geschichte eines armen Soldaten erzählt, der sich in eine Prinzessin verliebt hat. Obwohl er der Prinzessin nichts zu bieten hat, gelingt es dem Soldaten schliesslich doch noch, sie zu treffen und ihr eine Liebeserklärung zu machen. Auf The Soldier and the Princess von Bert Appermont folgte der Marsch Skyline von William Vean. Die Jugendmusik Steffisburg beendete ihren gelungenen Auftritt mit dem Satz Morgenstimmung aus der Peer-Gynt-Suite Nr. 1. Dieses Werk zählt heute zu den bekanntesten Werken der Romantik, da es in Werbung und Filmen oft verwendet wurde. Komponiert wurde es vom norwegischen Pianisten Edvard Grieg.
„Ein Eröffnungswerk, das sogleich die Musiker zu Höchstleistungen anspornen und das Publikum auf das folgende Konzert einstimmen soll“, so die Beschreibung zur Unity Fanfare von Otto M. Schwarz. Mit diesem Werk, in welchem sich festliche Chöre mit emotionalen Melodien abwechseln, um schliesslich zu einem Finale Furioso zu kommen, eröffnete die MGA unter der Leitung von Martin Schranz den zweiten Konzertteil. Nach dieser Blasorchester-Fanfare erklang die Ouvertüre aus Semiramide, der letzten Oper, welche Gioacchino Rossini für Italien schrieb. Die rund vierstündige Oper handelt von Semiramide, der verwitweten Königin von Babylon, welche einen Thronfolger bestimmen muss, was sich als äusserst kompliziert erweist. Dem Meisterwerk von Rossini folgte eine zugleich fröhliche und traurige Handlung. Hans Stucki, das älteste Mitglied der MGA, wurde verabschiedet. Hans hatte 66 Jahre aktiv in der Musikgesellschaft Allmendingen musiziert. Für diese beeindruckende Leistung wurde ihm vor sechs Jahren die Verdienstmedaille der Confédération Internationale des Sociétés Musicales (CISM) für 60 Jahre aktives Musizieren überreicht. Hans ist zurückgetreten, da er aufhören wolle, solange er noch aus eigenem Antrieb gehen könne und nicht gehen müsse, ganz nach dem Sinn: „Man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist.“
Seit Anbeginn der Zeit denken Menschen darüber nach, was wohl nach dem Tod passiert. Einige glauben, man komme in den Himmel, während andere dessen Existenz abstreiten. Einige Menschen hatten Nahtoderfahrungen und konnten davon berichten, was sie erlebt hatten. Auch Rossano Galante hat sich gefragt, was nach dem Tod geschieht. Seine Gedanken hat er in dem wunderschönen und friedvollen Stück Afterlife ausgedrückt. Natürlich dürfen an einem Konzert zum Advent die Weihnachtslieder nicht fehlen. Takashi Hoshide hat ein Medley aus sieben international bekannten Weihnachtsliedern arrangiert – A Christmas Carol Fantasy. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein klassisches, sondern um ein modernes, teilweise sogar jazziges Arrangement, was eine ganz neue Klangfarbe in die Weihnachtszeit bringt. Den Anschluss an das Weihnachts-Medley machte der Konzertmarsch Couleurs. Komponiert wurde Couleurs vom Schweizer Klarinettisten Urs Heri. Das letzte Stück des offiziellen Programms war Adeste Fidelis, ein traditionelles Weihnachtslied, welches von Mario Bürki arrangiert wurde. Im Deutschen ist dieses Lied unter dem Namen Nun freut euch, ihr Christen oder auch als Herbei, o ihr Gläub’gen bekannt. Durch kräftigen Applaus kamen die Konzertbesucher noch zu zwei Zugaben. Die erste war Il Laulu des estnischen Komponisten Priit Raik. Auf Deutsch übersetzt bedeutet Il Laulu schlicht und einfach Das Lied. Beschlossen wurde das Konzert mit dem überall bekannten und in der Weihnachtszeit oft gespielten Stück Stille Nacht.